Johan Galtung

Johan Galtung ist Mitglied des Beirats von World BEYOND War. Er kommt aus Norwegen und lebt in Spanien.

Johan Galtung, dr, dr hc mult, Professor für Friedensforschung, wurde 1930 in Oslo, Norwegen, geboren. Er ist Mathematiker, Soziologe, Politologe und Begründer der Disziplin Friedensforschung. Er gründete das International Peace Research Institute, Oslo (1959), das weltweit erste friedenswissenschaftliche Forschungszentrum, sowie die einflussreichen Zeitschrift für Friedensforschung (1964). Er hat dazu beigetragen, Dutzende anderer Friedenszentren auf der ganzen Welt zu gründen.

Er war Professor für Friedensforschung an Universitäten auf der ganzen Welt, darunter Columbia (New York), Oslo, Berlin, Belgrad, Paris, Santiago de Chile, Buenos Aires, Kairo, Sichuan, Ritsumeikan (Japan), Princeton, Hawaii 'i, Tromsoe, Bern, Alicante (Spanien) und Dutzende andere auf allen Kontinenten. Er hat Tausende von Menschen unterrichtet und sie motiviert, ihr Leben der Förderung des Friedens und der Befriedigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse zu widmen.

Er hat seit 150 in über 1957 Konflikten zwischen Staaten, Nationen, Religionen, Zivilisationen, Gemeinschaften und Personen vermittelt. Zu seinen Beiträgen zur Friedenstheorie und -praxis gehören die Konzeptualisierung von Friedensförderung, Konfliktmediation, Versöhnung, Gewaltfreiheit, Theorie der strukturellen Gewalt, Theorien über Negatives vs. positiver Frieden, Friedenserziehung und Friedensjournalismus. Prof. Galtungs einzigartige Prägung zur Erforschung von Konflikt und Frieden stammt aus einer Kombination aus systematischer wissenschaftlicher Untersuchung und einer gandhischen Ethik friedlicher Mittel und Harmonie.

Johan Galtung hat auf vielen Gebieten viel geforscht und originelle Beiträge nicht nur zur Friedensforschung geleistet, sondern u. a. auch zu Menschenrechten, Grundbedürfnissen, Entwicklungsstrategien, einer lebenserhaltenden Weltwirtschaft, Makrogeschichte, Zivilisationstheorie , Föderalismus, Globalisierung, Diskurstheorie, Sozialpathologien, Tiefenkultur, Frieden und Religionen, sozialwissenschaftliche Methodik, Soziologie, Ökologie, Zukunftsforschung.

Er ist Autor oder Co-Autor von mehr als 170 Büchern zu Frieden und verwandten Themen, 96 als alleiniger Autor. Mehr als 40 wurden in andere Sprachen übersetzt, darunter 50 Jahre-100 Friedens- und Konfliktperspektiven veröffentlicht von TRANSCEND University Press. Transzendieren und transformieren wurde in 25 Sprachen übersetzt. Er hat mehr als 1700 Artikel und Buchkapitel veröffentlicht und über 500 wöchentliche Leitartikel für TRANSCEND Mediendienst-TMS, das lösungsorientierten Friedensjournalismus bietet.

Einige seiner Bücher: Frieden mit friedlichen Mitteln (1996) Makrogeschichte und Makrohistoriker (mit Sohail Inayatullah, 1997), Konfliktbearbeitung mit friedlichen Mitteln (1998) Johan Utenland (Autobiographie, 2000), Transcend & Transform: Eine Einführung in die Konfliktarbeit (2004, in 25 Sprachen), 50 Jahre - 100 Friedens- und Konfliktperspektiven (2008) Demokratie – Frieden – Entwicklung (mit Paul Scott, 2008), 50 Jahre – 25 intellektuelle Landschaften erforscht (2008) Globalisierung von Gott (mit Graeme MacQueen, 2008), Der Untergang des US-Imperiums – und was dann (2009), Friedensgeschäft (mit Jack Santa Barbara und Fred Dubee, 2009), Eine Theorie des Konflikts (2010) Eine Theorie der Entwicklung (2010) Konfliktberichterstattung: Neue Wege im Friedensjournalismus (mit Jake Lynch und Annabel McGoldrick, 2010), Korea: Die verwinkelten Wege zur Vereinigung (mit Jae-Bong Lee, 2011), Versöhnung (mit Joanna Santa Barbara und Diane Perlman, 2012), Friedensmathematik (mit Dietrich Fischer, 2012), Friedensökonomie (2012) Eine Theorie der Zivilisation (erscheint 2013), und Eine Theorie des Friedens (bevorstehende 2013).

2008 gründete er die TRANSCEND University Press und er ist Gründer (im Jahr 2000) und Rektor der TRANSCEND Peace University, der weltweit ersten Online-Universität für Friedensforschung. Er ist auch Gründer und Direktor von TRANSCEND International, ein globales gemeinnütziges Netzwerk für Frieden, Entwicklung und Umwelt, das 1993 gegründet wurde und über 500 Mitglieder in mehr als 70 Ländern weltweit hat. Als Zeugnis seines Vermächtnisses werden Friedensstudien heute an Universitäten auf der ganzen Welt gelehrt und geforscht und tragen zu Friedensbemühungen in Konflikten auf der ganzen Welt bei.

Er wurde im Alter von 24 Jahren in Norwegen für sechs Monate als Kriegsdienstverweigerer des Militärdienstes inhaftiert, nachdem er 12 Monate Zivildienst geleistet hatte, zur gleichen Zeit wie diejenigen, die den Militärdienst ableisteten. Er erklärte sich bereit, weitere sechs Monate abzusitzen, wenn er für den Frieden arbeiten könnte, aber das wurde abgelehnt. Im Gefängnis schrieb er zusammen mit seinem Mentor Arne Naess sein erstes Buch, Gandhis Politische Ethik.

Als Empfänger von mehr als einem Dutzend Ehrendoktortiteln und -professuren und vielen anderen Auszeichnungen, darunter einem Right Livelihood Award (auch bekannt als alternativer Friedensnobelpreis), engagiert sich Johan Galtung weiterhin für die Erforschung und Förderung des Friedens.

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